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auch von mir selbst zu oft missachtet wird - lautet wie Dale Carnegies Buchtitel “Sorge dich nicht, lebe!” Ich glaube, er war einer der ganz wenigen Menschen, die mich gelehrt haben, zu lernen mit Menschen und Kollegen umzugehen, hinter ihre Fassaden zu blicken und sie dorthin “abzuholen”, wo sie gerade sind. Menschen, voller Fehler, Ängste, Sorgen und Probleme, die ernstgenommen werden wollen.
Berufliches
Meine persönliche Aufgabe in meinem Beruf betrachte ich als Coach für objektorientierte Softwareentwicklung und System Architekt darin, technisches Knowhow, Organisation und Teammanagement in Projekten zu unterstützen und zu harmonisieren. Wie im berühmten Eisberg-Modell gehe ich davon aus, dass 90% der Arbeit in Projekten durch Missstimmung, Frustration und politische Einflüsse scheitern.
Erst, wenn wir den Menschen hinter der Fassade zu entdecken versuchen, können wir auch erwarten, selbst ernstgenommen zu werden. Das ist der spannendeste Vorgang überhaupt, den man sich vorstellen kann. Dort fängt die viel diskutierte “soziale Kompetenz” für mich an.
Zudem habe ich die bittere Erfahrung in Projekten gemacht, dass sehr vorausschauende und langfristige Planung und Architektur von Software auf Grund sich ständig ändernder Rahmenbedingungen oft zum Scheitern verurteilt ist und oft Frustration im ganzen Team mit sich bringt. Daraus entwickelte sich für mich aber keine persönliche Affinität zur Chaostheorie sondern eine Huldigung einer Erkenntnis von Gernot Starke: “Vereinfache Software soweit es geht und wenn du fertig bist, versuche, es noch einfacher zu machen.”
Privates
Neben meinem Job versuche ich mich mit Rad fahren, Tanzen, Lesen und gelegentlichen Kurztrips in die Gegend von der Arbeit abzulenken, die auch Autorentätigkeit im Javamagazin und für den Software&Support-Verlag umfasst. Was Literatur angeht, habe ich mich vom Hardliner der Stephen King Fans hin zum “Verschlinger” von Dan Brown Literatur (Illuminati und Sakrileg) entwickelt - mal ganz abgesehen, dass sich durch diverse Buchrezensionen und EDV-Literatur die Bücherregalbretter mit Java- und OO-Literatur in der heimischen Bibliothek zuweilen biegen.
Seit meine Frau Melanie mir den Textband “3.000 Vornamen für das noch ungeborene Gör’” (oder so ähnlich) aufs Bett warf mit den Worten “Du wirst übrigens Vater” haben Pascal und ich uns - natürlich auch mit Stress verbunden - zu einem recht guten Vater-Sohn-Gespann entwickelt. Ich glaube immer noch, ihm Lesen, Schreiben und Laufen beibringen zu können. Und vielleicht kann ich mir ja auch ‘ne Menge von ihm abschauen. Wie man vom Wickeltisch fallen kann, ohne sich was zu brechen... das fasziniert mich ;-))
Euer Lars.
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